Zahnarzt - Zahnarztpraxis Zürich


Starke Blutung

Starke Blutungen im Mund während einem operativen Zahneingriff sind äusserst selten zu beobachten. Meist sind sie Folge einer nicht angegebenen Blutverdünnung.
Als Komplikation kann es nach einem chirurgischen Eingriff zu Nachblutungen im Mund kommen. Nachblutungen die von Ihnen nicht innerhalb von 15-30 Minuten gestillt werden können, gelten als Notfall. Suchen Sie in diesem Fall umgehend einen Arzt oder Zahnarzt auf.

 

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Beschreibung
Intraoperatives starkes Bluten
Postoperative Blutungen
Behandlung
Fragen

Beschreibung

Grundsätzlich gilt es bei starken Blutungen zwischen zwei Arten zu unterscheiden:

Intraoperatives starkes Bluten
Intraoperatives starkes Bluten steht meist im Zusammenhang mit einer Blutverdünnung beziehungsweise einer Störung der Blutgerinnung. Diese Störungen sind meist durch Medikamente verursacht. In wenigen Fällen kann auch ein genetischer Defekt die Ursache der Gerinnungsstörung sein (Hämophilie). Nachfolgend eine kleine, unvollständige Auswahl an Medikamenten, die Einfluss auf die Blutgerinnung haben:

Bei Einnahme eines der oben erwähnten Medikamente, oder eines anderen blutverdünnenden Medikaments müssen Sie dem Behandler vor dem Eingriff Bescheid geben.

Grundsätzlich sind die meisten zahnärztlichen Eingriffe bei einem Quickwert (Einheitsnorm zur Ermittlung der Blutgerinnungsfähigkeit) von mehr als 30 durchführbar. Bei Kunden mit einem Quickausweis müssen wir aus forensischen (rechtlichen) Gründen und zu Ihrer eigenen Sicherheit auf eine Bestimmung des aktuellen Quickwertes bestehen. Diese sollte am Tag des chirurgischen Eingriffs durch Ihren Hausarzt erfolgen.

Stark erhöhter Blutdruck kann ebenfalls zu unangenehmen Überraschungen während des operativen Eingriffs führen.

Aus diesen Gründen sind wir darauf angewiesen , dass Sie uns Änderungen des Gesundheitszustandes bekannt geben (Aktualisierung des Gesundheitsfragebogens).

 

Postoperative Blutungen
Postoperative Blutungen können ebenfalls durch Blutgerinnungsstörungen verursacht werden.

Falls keine Blutgerinnung vorliegt kann die Ursache auch bedingt sein durch das Abklingen der örtlichen Betäubung (Spritze). Moderne Anästhetika enthalten, zur tieferen Wirkung und wegen einer gewünschten Blutleere im Operationsgebiet, Blutgefäss verengende Substanzen. Diese werden über die Zeit vom Körper abgebaut, was zu einer reaktiven Hyperämie (vermehrten Durchblutung) führt.

Behandlung
Nachblutungen werden durch Druck auf die Wunde mittels einer sterilen Gaze (Idealfall) oder eines sauberen Stofftuchs (Papiernastücher sind ungeeignet) gestillt. Durch kräftiges Zusammenbeissen auf die Gaze oder das Stofftuch sollte die Blutung innerhalb von 15 Minuten gestillt sein. Legen Sie sich nicht hin, da dadurch eine Mehrdurchblutung der Kopfregion erfolgt. Zusätzliches Kühlen der Gesichts- oder Wangenregion ist hilfreich.

Sollte die Blutung nach 15-30 Minuten immer noch nicht zum Stehen gekommen sein, so müssen Sie unverzüglich einen Zahnarzt oder Arzt aufsuchen.

Der Zahnarzt wird dann unter Lokalanästhesie die Wunde mit einer Gaze tamponieren (ausstopfen) und die Wunde dicht zunähen.

Fragen

Ich bin ein Bluter, war aber noch nie in der Situation, dass ich eine Operation benötigte. Was bedeutet eine Zahnoperation für mich?
Wie Sie sicherlich wissen, gibt es verschiende Arten der Hämophilie (Bluterkrankheit). Vor zahnärztlichen Eingriffen sollten Sie immer einen Termin bei Ihrem Hausarzt vereinbaren. Dieser wird dann die nötigen Schritte einleiten.

Dr. med. dent. Christoph Weber, Schulhausstrasse 1, 8834 Schindellegi, +41 (0)43 888 99 60
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